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SwissWetter.ch Fotostories

In der Nähe der Lüdernalp: Rafrütihubel im Napfgebiet

16. Mai 2002 
Jubiläumsausflug und Wetter-Erkundungstour

Anlässlich des Jubiläums mit meiner Partnerin, beschlossen wir, wieder einmal die Hügel und Berge rund um den Napf auszukundschaften. Die Fahrt führte uns schlussendlich auf die "Lüdernalp". Dieser rund 1140 m hohe wunderbare Aussichtspunkt befindet sich zwischen Bern und Luzern in einer voralpinen Landschaft. Auf der Karte ist der Punkt mit einem roten Kreis gekennzeichnet. 

(Markus Pfister: danke für die Karte!)

Von der Lüdernalp sind es noch gut 10 Minuten Marsch auf den Rafrütihubel, 1202 müM. Dieser Aussichtspunkt ist NUR zu Fuss erreichbar und deshalb ausgesprochen ruhig gelegen.

Gegen Nord-Nordwest hat man einen fantastischen Ausblick zum Jura. Oben die Zoom-Aufnahme zum "Le Chasseral", weit hinter den aktuellen EXPO-Standorten, welche im Mittelland noch vor dem Chasseral liegen (Luftlinie). 

Dreht man sich um die eigene Achse und blickt alsdann gegen Süd-Südost, erkennt man im Hintergrund die Alpen. Keine Wolke (fast keine) trübt den Himmel. Die Temperatur ist auch um ca. 20:45 Uhr auf 1140müM noch angenehm mild.

Die markantesten Gipfel der Alpen etwas mehr eingezoomt: Eiger, Mönch und Jungfrau. Und ringsherum nichts als Ruhe 

Der Blick gegen Osten zum eigentlichen Napf.

Und natürlich der Blick gegen Westen (Aufnahme schon nach Sonnenuntergang): ungetrübte sicht dem ganzen Alpenhauptkamm entlang (linke Seite) bis in die Region Waadtland/Neuenburg/fast gesamter Jurabogen. Hier könnten ankommende Gewitter bestens gefilmt, fotografiert und analysiert werden...

Und was nun folgt, gibt's nicht oft zu sehen in der Schweiz, weil entweder Wolken stören oder die Sicht durch Dunst getrübt ist. Deshalb - man möge mir die Anzahl verzeihen - eine kleine Fotoserie: 

ca. 20:25 Uhr, die Sonne noch über dem Jura.

Einige Minuten später...

...verschwunden.

Mit wunderbarem "Nachleuchten"...

Ein interessanter Effekt war in der ruhigen Atmosphäre doch noch zu beobachten: Im Vorfeld der Gewitter-Störung, die morgen (17.5.2002) gegen Abend die Schweiz aus Südwesten erreichen wird, könnten schon erste Hebungen in der Atmosphäre beobachtet werden:

Hier der Blick gegen Süden mit den plötzlich auftretenden typischen Hebungswölklein (bereits spät nach Sonnenuntergang, also keine sonnenbedingten Thermikeffekte mitverantwortlich).

Einige Minuten später haben sich bereits kleine Cumuli-Türmchen (altocumulus-castellanus) gebildet. Wenn sich hier in der Gegend solche kleinen Cumuli-Türmchen an einem warmen Sommermorgen bilden, kann man mit einer Trefferquote von ca. 90% für den Abend (also 12 Stunden später) Gewitter vorhersagen. Die Wölkchen verschwinden gegen 10 Uhr, um sich dann am Nachmittag umso gewaltiger wieder auszubilden und anschliessend zu Gewittertürmen anzuwachsen. Diese Fotografie ist nachträglich aufgehellt und kontrastreicher gemacht worden, da man sonst wegen der Dunkelheit fast nichts mehr hätte erkennen können. 

20020517 Markus Brotschi



 

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