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SwissWetter.ch Fotostories
Schnee
und Kälte in Europa
Väterchen Frost hat Europa (noch?) fest im Griff.
Im Osten und Südosten Polens waren bis zu 90 Prozent
der Straßen unpassierbar. Obwohl der Winter noch bis zum April dauern
kann, sind die Vorräte an Streusalz fast aufgebraucht. Einige Behörden
forderten Hilfe des Militärs an, um Dörfer und Gemeinden von den
Schneemassen zu befreien. Das Justizministerium ordnete an, auch Häftlinge
zum Schneeschippen einzusetzen. In der Region Malopolska in Südpolen sind
250 Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. In Podlasien im Osten
des Landes waren mindestens 80 Ortschaften ohne Strom, nachdem Leitungen
unter der Schneelast eingedrückt worden waren.
Polen...Hier geht nichts mehr
Zittern in ungeheizten Wohnungen
Seit Winterbeginn im Oktober sind in Russland bereits
281 Menschen an Unterkühlung gestorben. Im Norden mussten bei St.
Petersburg etwa 11 000 Menschen in ungeheizten Mietwohnungen zittern,
nachdem ein geplatztes Rohr die Fernwärme-Versorgung unterbrochen hatte.
In der weißrussischen Hauptstadt Minsk fiel der Schnee bis zu 70
Zentimeter hoch. Die Bewohner eines Hochhauses konnten nur durch Fenster
im Erdgeschoss ihr Haus verlassen. In Tschechien meldeten Behörden die stärksten
Schneefälle seit 15 Jahren. Der Bahnverkehr sei teilweise zum Erliegen
gekommen, auch die Schule fiel vielerorts aus. Auch Bulgarien war von
starken Schneeverwehungen betroffen.
Schnee gab's an der Ägäisküste seit Jahren nicht
In der Türkei in Ostanatolien und am Schwarzen Meer
knickten Schneestürme Masten um und legten die Stromversorgung lahm. Ein
fünfjähriges Kind wurde in seinem Bett erschlagen, nachdem das Dach des
Hauses weggeflogen und der Kamin eingestürzt war. 27 Schüler und ihr
Fahrer mussten die Nacht in ihrem von einer Lawine verschütteten Bus in
der Provinz Tunceli ausharren, bevor am Donnerstagmorgen Rettung kam.
Schnee an der Ägäisküste und in der westtürkischen Großstadt Izmir
habe es seit Jahren nicht gegeben, hieß es.
Noch keine Entwarnung
Die Meteorologen geben für viele Länder Europas noch
keine Entwarnung. In der Türkei sollen die Temperaturen weiter sinken,
neuer Schnee ist angekündigt. Für Tschechien wird mit Temperaturen von
bis zu minus 20 Grad gerechnet. In der südpolnischen Tatra herrscht höchste
Lawinengefahr.
Sibirische Kälte auch in Zentraleuropa
In der Nacht
zum Donnerstag wurden in Bayern knapp 30 Grad unter Null gemessen. Auch in
den kommenden Nächten soll es nach Vorhersagen der Meteorologen in
einigen Alpentälern bis zu minus 25 Grad kalt werden. Mit zweistelligen
Minusgraden sogar in Großstädten bleibt es am Tag ebenfalls im ganzen
Land frostig. Temperaturen von bis zu 12 Grad unter Null ließen das Eis
im einigen Rheinhäfen bis zu 15 Zentimeter dick werden, so
dass am Donnerstag der Eisbrecher zum ersten Mal seit vier Jahren wieder
zum Einsatz kam. Das eisige klare Winterwetter soll noch bis zum
Wochenende anhalten.
(Quelle des Berichtes: Rhein-Zeitung.de)
Weitere Bilderimpressionen:
Das Erzgebirge (D) versinkt im Schnee

Auch in der Region Chemnitz geht nichts mehr

Potsdam unter Eisschollen
(Quelle der Fotos: DPA und AP)
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